Dehnen statt Denken – kleine Bewegungen gegen Anspannung

Oft merken wir gar nicht, wie viel Spannung sich im Körper ansammelt – im Nacken, in den Schultern, im Rücken. Stundenlanges Sitzen, Stress und Grübeln lassen Muskeln unbewusst anspannen. Das Ergebnis: ein steifer Körper und ein unruhiger Kopf. Sanftes Dehnen kann helfen, diesen Kreislauf zu unterbrechen und Körper und Geist wieder in Balance zu bringen.

Das Schöne daran: Es braucht keine besondere Ausrüstung und kaum Zeit. Schon ein paar Minuten bewusster Bewegung genügen, um zu spüren, wie die Spannung nachlässt. Wichtig ist, langsam zu beginnen, auf den Körper zu hören und jede Bewegung achtsam auszuführen – ohne Druck, ohne Ziel, einfach nur, um sich wieder zu spüren.

Ein paar einfache Übungen für zwischendurch:

  • Schultern lockern: Hebe die Schultern bis zu den Ohren, halte kurz und lass sie dann bewusst sinken. Wiederhole das mehrmals.
  • Nacken dehnen: Lege den Kopf langsam zur Seite, bis eine leichte Dehnung spürbar ist. Atme tief ein und aus, wechsle dann die Seite.
  • Rücken strecken: Verschränke die Hände vor dir, schiebe sie nach vorn und runde den Rücken leicht. Lass die Schultern fallen und spüre, wie sich die Spannung löst.

Diese kleinen Bewegungen wirken wie ein Neustart. Sie lockern den Körper, beruhigen den Atem und schaffen einen Moment der Ruhe. Du musst kein Sportmensch sein, um davon zu profitieren – entscheidend ist, dass du regelmäßig kleine Pausen für deinen Körper einplanst.

Dehnen bedeutet, dir Zeit zu nehmen, den Körper zu spüren und ihm die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient. Es ist ein stiller Weg, Anspannung loszulassen – und oft auch die Gedanken gleich mit.

Yan Krukau